In der Hektik des Alltags verlieren wir oft die kleinen Dinge aus dem Auge. Vieles ist so selbstverständlich, dass wir es gar nicht mehr bewusst wahrnehmen.
Geht es dir auch so, du kommst mit dem Auto irgendwo an und kannst dich gar nicht richtig dran erinnern, wie du hier hergefahren bist. Mir ist es vor einigen Jahren öfters passiert, dass ich auf dem Weg zur Arbeit schon den Wocheneinkauf im Kopf hatte. Es kam sogar einmal vor, dass ich die Abfahrt verpasst habe und mich vor dem Supermarkt wieder gefunden habe.Das hat mich wach gerüttelt und sehr nachdenklich gestimmt. So habe ich mich mit dem Thema „Achtsamkeit“ beschäftigt und einige Ratschläge ausprobiert.
Ein paar Ratschläge haben bei mir besser funktioniert als andere. Für dich und habe ich hier leicht umzusetzende Achtsamkeitsübungen aufgeschrieben.Probiere es gerne mal aus und schaue, was sich verändert.

Tipp 1 „Atmen“
Das ist der einfachste Tipp.
Konzentriere dich auf deinen Atem. Egal ob du gerade im Bus sitzt, an der Kasse stehst oder auf dem Sofa liegst.
Beobachte deinen Atem. Nimm ihn einfach nur wahr, verändere ihn nicht. Es ist nicht wichtig ob du in diesem Moment flach oder tief atmest. Wichtig ist, dass du dich voll auf den Atem konzentrierst. Werte ihn nicht ab sondern akzeptiere ihn.

Tipp 2 „Mein Körper, mein Tempel“
Der Körper ist der wichtigste Begleiter auf deinem Lebensweg und hat somit deine vollste Aufmerksamkeit verdient.
Versuche im Laufe des Tages in dich rein zu spüren und finde heraus, was dein Körper jetzt gerade haben möchte. Braucht er ein paar Minuten Ruhe? Möchte er sich bewegen oder strecken? Hör auf deinen Körper und gib ihm, was er braucht.
Vielleicht magst du dich morgens nach dem Aufstehen, strecken und recken. Das kannst du noch im Bett machen. Im Internet findest du auch ganz tolle Yogaübungen, die kannst du noch im Schlafanzug machen. Zum Ende des Tages könntest du deinen Körper ein heißes Bad gönnen und ihn mit einer gut riechenden Bodylotion verwöhnen.
Tue einfach das, was du als richtig für deinen Körper empfindest.

Tipp 3 „Achtsamkeits-Spaziergang“
Mache doch mal einen Achtsamkeitsspaziergang in der Natur z. B. im Wald oder an einem See. Noch einfacher gehe in deiner Mittagspause raus, drehe eine Runde um den Block.
Achte mal ganz bewusst auf die Geräusche und Gerüche in deiner Umgebung. Wie fühlt sich der Boden unter deinen Füßen an?
Wie hältst du deine Schultern? Atme mehrmals tief durch und lass die Schultern sinken.
Wie fühlt sich der Rest deines Körpers an? Ist es kühl oder warm?
Schau dich genau um, wie sieht der Boden aus, wie der Himmel?
Mit etwas Übung kannst du jeden kleinen Fußweg zu einem Achtsamkeits-Spaziergang machen.

Tipp 4 „Wartezeit = Auszeit“
Im Alltag ergeben sich haufenweise Situationen, bei denen du warten muss. Das kann beim Einkaufen an der Kasse, an der Ampel, im Wartezimmer oder an der Bushaltestelle sein.
Freu dich über diese kleinen Wartezeiten und nutze sie als kleine Auszeit. Lenke deine Aufmerksamkeit bewusst auf deinem Atem. Atme tief ein, lächle und freue dich über die kleine Pause.

Tipp 5 „Dankbarkeit“
Wofür bist du heute Dankbar?
Frag dich vor dem zu Bett gehen, wofür bin ich heute dankbar?
Ich führe jetzt das zweite Jahr ein Dankbarkeitstagebuch und kann es dir nur wärmstens empfehlen. Jeden Abend, vor dem Schlafen gehen schreibe ich 3 Dinge auf für die ich an diesen Tag Dankbar bin.

Damit lenkst du den Blick von den Negativen Dingen des Tages auf die Positiven.
So schläfst du mit einem positiven Gefühl ein.
Denke dran, es sind die kleinen Dinge im Leben die zählen.
z.B. sauberes und trinkbares Wasser aus dem Wasserhahn, ein Dach über den Kopf, einen vollen Kühlschrank, Schulbildung usw.